Samstag, 15. Juni 2013

Royal St. David's GC, Harlech

RSD (wie der Club auch genannt wird) war der letzte der Top 10 Plätze in Wales, bei denen ich noch nicht gewesen bin (OK. Den Twenty Ten in Celtic Manor muss ich noch spielen. Beim Ryder durft ich nur gucken...). Daher war der Club eines meiner bevorzugten Ziele unserer Wales Reise in diesem Jahr.

Blick auf Loch 15
Harlech ist golfen im Zeichen der Burg. Die Burg von Harlech wurde Ende des 13. Jahrhunderts von Edward I zur Befriedung der widerspenstigen Waliser gebaut. Zusammen mit Conwy, Beaumaris und Caernarfon ist die Burg heute UNESCO Weltkulturerbe. Die Burg ist von jedem Ort des Platzes zu sehen und ist eigentlich das Markenzeichen des Platzes.


Der Club wurde Ende des 19. Jahrhundert gegründet und bekam den Namen St. Davids. Schottland hatte schon St. Andrews und England St. Georges. Damit hatte auch Wales einen Golfplatz mit dem Namen seines Landesheiligen. 1908 bekam er dann von Edward VII das "Royal" verpasst. Der Platz ist kein normaler out and in Kurs. Es geht mehr oder weniger hin und her in alle Richtungen. Bis Loch 12 verläuft der Platz durch recht flaches Gelände und teilweise wird auch ein Kiefernwäldchen gestreift. Meist handelt es sich um lange Par 4, deren große Grüns sehr gut geschützt sind. Die Löcher sind oft von Ginsterbüschen gesäumt und das Rough möchte ich nicht gerne spielen, wenn es mal einige Zeit nicht gemäht wurde.

Der Reisegolfer an der 16
Ab Loch 13 ändert der Kurs seinen Charakter. Es geht in die Dünen. Hohe Dünen, blinde Schläge in Richtung eines Stabes und große ondulierte Grüns. Bei meiner Leidenschaft für solche Linkskurse schlug mein Herz sofort höher. Die Par 4 waren weiterhin sehr lang und man musste sehr präzise spielen, sonst war langes suchen und schlechte Lage vorprogrammiert. Toll ist dann der Abschlag für Herren an Loch 16. Stark erhöht hat man einen tollen Blick auf die Löcher 13-18 mit den Dünen, die Burg und hinter sich das Meer. Bei dem perfekten Wetter, was wir zum Glück hatten, war das einfach toll.

Fazit: Ein toller Linkskurs, der auf jeder Reise nach Nordwales gespielt werden muss

Reisegolfer-Rating: 7

Link zu Website
Greenfee in der Woche: 55 Pfund und ab 15.00 Uhr 35 Pfund (echtes Schnäppchen)

Royal St. David

Dienstag, 11. Juni 2013

Cavendish Golfclub, Buxton

Anfang Juni war ich endlich wieder für ein paar Tage in UK zum Golfspielen. Hauptziel war Nord-Wales, wo ich 7 Plätze in 7 Tagen spielen wollte. Da mich aber schon immer beim einfliegen zum Flughafen Manchester die seltsam geformtem Berge westlich von dort reizten, verbrachten wir auch 2 Tage im Peak District. In einem der touristischen Hauptorte dort, in Buxton, übernachteten wir und spielten den örtlichen Platz. Cavendish. 1925 von Alister MacKenzie designt.

Nichts für Spieler, die Probleme mit Schräglagen haben
Herr MacKenzie hat bekanntlich einige der am meisten gefeierten Plätz der Welt erstellt. Augusta National (mit Bobby Jones), Royal Melbourne, Cypress Point, New South Wales beispielsweise. Aber auch im Umkreis seiner Heimat Yorkshire hat er Plätze gebaut. Unter anderem eben auch Cavendish.

Loch 14. Par 5 begrenzt von einer für die Gegen typischen Steinmauer
Der Platz dort ist in hügeligen Gelände und nicht allzu lang (von Gelb 5552 yard). Dabei muss man beachten, dass es nur ein Par 68 ist (für Damen Par 72 mit 5162 Yard). Der Kurs ist sehr abwechslungsreich angelegt und man hat oft schöne Aussichten ins Land. Auffällig waren die "typischen" MacKenzie-Grüns. Recht groß und teils stark onduliert. Vor allem an den kurzen Löchern stellten sie einen, je nach Fahnenposition, vor einige Herausforderungen. Auch merkt kam, dass es sich um einen "alten" Kurs handelt. So etwas würde man so heute nicht mehr bauen, weil er für viele heutzutage zu kurz ist und er sehr in das vorhandene Gelände eingefasst ist. Das führte dann aufgrund der Gegebenheiten zu einigen blinden Löchern, bei denen man in Richtung eines Stabes auf dem Fairway spielen mußte. Manchmal habe ich mich schon gefragt, wie man diesen Platz vor 80 Jahren mit dem damaligen Material gespielt hat... Am besten gefielen mir die 11 und das tolle Abschlussloch, die 18.

Ganz "wilde" Tiere auf der Nachbarwiese... :-)
Die Umgebung hat übrigens auch sehr viel zu bieten. Man kann tolle Schlösser besichtigen (Drehorte von "Stolz und Vorurteil"), nette süße Orte erkunden und sehr gute Restaurants entdecken.Gewohnt haben wir in einem schnuckeligen B&B im Park mitten in Buxton.

Fazit: Wer in der Nähe ist, sollte ruhig hier spielen, weil der Kurz von Alistair MacKenzie erstellt wurde.

Reisegolfer-Rating: 4

Link zur Website

Greenfee in der Woche: 17,50 Pfund am Nachmittag (ein kompletter Vierer zahlt nur 12,50 pP)

Cavendish





Sonntag, 2. Juni 2013

Binowo Golfpark Polen

Polen ist nicht bekannt als die große Golfdestination. Die Struktur für Golf hat sich eben in den letzten 20 Jahren noch nicht genügend entwickeln können. Aber natürlich gibt es nun dort auch einige Golfplätze. So um die 30 müssten es jetzt sein. Die Gelegenheit, mal in Polen zu spielen, ergab sich, als wir über Pfingsten in Schloß Krugsdorf waren. Vor dort war es knapp eine Stunde Fahrt.

Abschlag Loch 9

Der Platz liegt nach meinen Maßstäben irgendwo mitten im "Nichts". Nicht weit von Stettin in einem Waldstück gelegen. Die Gegend ist recht hügelig und der Platz ist zwar nicht in einem Wald gelegen, aber er ist von einem umgeben. Die ersten 9 Loch sind eine Berg- u. Talfahrt, die recht anstrengend ist. Im oberen Teil hat man sehr schöne Blicke in die Umgebung. Wasser kommt dort nur an Loch 9 ins Spiel, wo beim zweiten Schlag aufs Grün ein Teich überquert werden muss (man kann aber auch mit einem Schlag mehr das Wasser umgehen).

Grün Loch 17
Die zweit Neun haben einen etwas anderen Charakter. Es kommt an fast jedem Loch Wasser ins Spiel und es ist auch nicht mehr ganz so steil. Bei einigen Löchern ist der Abstand zwischen Damen und Herren schon recht groß und die Damenabschläge haben dadurch oft keine so schönen Ausblicke. An einem Loch habe ich bei einem 180 Meter-Abschlag mit Glück eine Lady verhindert. Der Damenabschlag lag 175 Meter vor dem Herrenabschlag... Nach der Runde bot das moderne Clubhaus eine schöne Terrasse mit Blick auf den Großteil der ersten 9 und Loch 18.

Fazit: Wenn man in der Nähe ist, kann man hier ruhig spielen. Der Platz bietet Abwechslung und Herausforderungen. Der Pflegezustand ist in Ordnung, mehr aber auch nicht.

Reisegolfer-Rating: 3

Dienstag, 28. Mai 2013

Schloß Krugsdorf

Mitte Dezember letzten Jahres fragten Freunde uns, ob wir Lust hätten mitzukommen, zu Pfingsten ein Wochenende in Schloss Krugsdorf mit ihnen zu verbringen. Kurz die Website angeschaut, positiven Eindruck bekommen und zugesagt. Zu dem Zeitpunkt wußte ich noch nicht, dass der Winter lang und kalt wird und ich dadurch kaum Golf spielen konnte. So ergab es sich dann, dass der Golfplatz beim Schlosshotel mein 300ster sein würde.

Das Signature Hole. Loch 9
Am Freitag vor Pfingsten hatte ich einen Tag frei genommen und mich früh mit der Reisegolferin auf den Weg von Hamburg nach Osten gemacht. A20 war frei und nach knapp 3 Stunden waren wir dort. Erster Eindruck war: Sieht nett aus, Ende der Welt, ruhig hier und nettes "Schloss". Das Haupthaus ist ein nettes größeres Gutshaus, für den ich die Bezeichnung Schloss etwas übertrieben finde. Ist aber trotzdem hübsch anzusehen. Das Zimmer im Nebengebäude war gut ausgestattet und perfekt für einen Kurzurlaub.

Grün Loch 14
Der Platz, der für mich die Nummer 300 sein sollte, ist vollkommen in Ordnung und aus meiner Sicht perfekt für eine Gruppe von Golfern, die nicht nur aus Single-Handicappern besteht. Er ist nicht zu lang, es kommt öfter Wasser ins Spiel, die Fairways sind breit genug und ein paar Grüns sind auch ganz gut gestaltet. Signature Hole ist ganz klar die Nummer 9. Die wird sicher auch am meisten fotografiert. Aber auch andere Löcher haben einiges an Charme. Der Kurs ist mit knapp 5800 Metern von Gelb normal lang aber nicht sooo schwer zu spielen, wenn man den Ball im Spiel hält.

Fazit: Ein Golf-Resort mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Wochenende dort lohnt sich und kann auch gut mit einer Runde in Polen verbunden werden

P.S.: Danke an den Golfmanager Martin (netter Kerl) für die 2 Bälle auf der Runde.

Reisegolfer-Rating: 4

Link für das Resort: Schloss Krugsdorf

Montag, 20. Mai 2013

GC Brilon

Auf dem Rückweg von der Haxterhöhe in Paderborn nach Bochum war noch genügend Zeit, um noch schnell 9 Loch einzuschieben. Nach kurzer Recherche fiel die Wahl dann auf Brilon. Etwas südlich der A44 und nicht zu weit ab vom Schuß.

Blick vom Fairway der 7 hoch zum Grün
Der Club wurde 1986 gegründet. Es brauchte aber knapp 10 Jahre, bis der 9-Loch Platz eröffnet wurde. Wie man es im Sauerland erwartet, ist der Platz dort sehr hügelig. Ich machte mich trotzdem mit Tragebag auf den Weg. Der Kurs hat paar nette Löcher und war dann doch anstrengender, als ich erwartet hatte. Speziell für den Aufstieg zum Grün der 7 sollte man für gehende Spieler über die Installierung einer Rolltreppe nachdenken. Zum Glück war nicht viel los an dem Tag, so konnte ich erstmal 2 Minuten unter das Sauerstoffzelt, bevor ich mit putten begann...

Blick vom Abschlag der 9 (wohin und wie weit?)
Ein richtiges Clubhaus gab es zur Zeit nicht. Das Neue, welches grad im Bau war, wird aber sicher bald fertiggestellt sein.

Fazit: Netter (teils sehr) hügeliger Platz mit viel Abwechslung im östlichen Sauerland. Wenn man seinen motorisierten Trolley dabei hat, hat man Vorteile...

Link zur Clubwebsite


Reisegolfer-Rating: 3


Brilon

Sonntag, 12. Mai 2013

Haxterhöhe Links, Paderborn

Von dem Platz hatte ich das erste Mal durch Bilder vor ca. 2 Jahren gehört. Sah sehr nett aus. Wie ein Linksplatz. Was irgendwie gar nicht in die Gegend passte. Wer erwartet schon einen Linkskurs in Paderborn? Als Teil der Universität? Warum nicht?

Golf begann bei der Universität im Jahre 1999 als Golfakademie Universität Paderborn. Auf einem Platz gespielt wurde ab 2004. Heutzutage der 9-Loch "Universitäts-Platz". 2012 wurde dann der vom Büro Städler konzipierte "Haxterhöhe Links" eröffnet. Nun hatte ich endlich die Gelegenheit, den Platz auch zu spielen.

Die Bunker. Recht flach und mit Eichenstämmen ausgelegt
Himmelfahrt war ich morgens um 08:00 am Platz. Nichts los. Leichter Nieselregen. Clubhaus noch geschlossen, kaum jemand da. Der Umschlag wurde gefüllt und mit dem Greenfee in den Kasten geworfen. Der Platz sah etwas aus, als wäre er auf der britischen Insel. Nur dass irgendwie das Meer fehlte. Das erste, was auffällt sind die vielen Bunker. An den meisten Löchern waren mehr davon als auf meinem Heimatplatz im Ganzen. Der Großteil der Bunker war mit runden Eichenstämmen ausgelegt und recht flach. Daher war es nicht allzu schwer, dort herauszuspielen. Der Platz ist nicht sehr lang. Knapp 5400 Meter von Gelb. Die Schwierigkeit ist weniger die Länge als die Anlage der einzelnen Löcher. Die Landeflächen für den idealen Schlag waren sehr eng angelegt. Aber wenn man diese traf, war das Grün gut zu erreichen.

Eins von 2 Doppelgrüns auf dem Platz

Zu Beginn war ich nicht so angetan von dem Kurs. Im Verlauf der Runde gefiel mir der Platz aber immer besser. Das Wetter änderte sich auch zum Guten und ich mochte irgendwann den Platz richtig gern. Nach der Runde gab es dann lecker Essen auf der überdachten Terrasse der Clubgastronomie, welches mich motivierte, noch den zweiten Platz an dem Tag zu spiele. Aber davon später mehr...

Fazit: Der Platz hat teils wirklich was von einem Linkskurs. Harte Fairways und gut angelegte Grüns. Gefiel mir gut.

Reisegolfer-Rating: 5

Haxterpark

Freitag, 26. April 2013

GC Heerhof

Nachdem ich aus verschiedenen Gründen monatelang kein Golf meh gespielt habe, geht es nun endlich wieder los. Die ersten Runden auf dem Heimatplatz, 18 Loch in Hittfeld und am Mittwoch dann die erste Runde auf einem neuen Platz. Der GC Heerhof.

Wetter war klasse und spontan die Gelegenheit genutzt und etwas eher Feierabend gemacht. Auf dem Wege in die alte Heimat war die Auswahl an 9-Loch Plätzen nicht so groß. Daher fiel die Wahl auf Heerhof. Der Club ist direkt an der A2 in der Nähe von Herford gelegen und an einigen Löchern herrscht eine entsprechende Geräuschkulisse. Aber auch daran gewöhnt man sich nach einer Zeit. Der Club macht auf mich den Eindruck, als hätte ein Landwirt vor vielen Jahren einen Teil seines Hofes zu einem Golfplatz gemacht.

Blick vom Abschlag der 4

Der Club entstand 1984 als erster Golfclub in Herford unter dem Namen GC Exter. Der 9-Loch Platz ist relativ hügelig und mit knapp 3000 Metern von Gelb auch lang genug. Die Höhenunterschiede machen den Platz auch recht interessant. Es gibt beispielsweise ein nettes Par 3 (Loch 4, 182m), bei dem man stark bergab spielen muss. Nett fand ich auch das Loch 4 (Par 4, 362m). Relativ breites Fairway, links Wald und rechts starke Schräglage. Der zweite Schlag ging dann auf ein teils erhöhtes Grün mit zwei Ebenen. Alles in allem ein normaler Platz, der nicht zu schwierig zu spielen war. Nette Runde also.

Blick zurück Loch 5

Die Leute dort waren nett, das Clubhaus machte einen guten Eindruck und das Restaurant hatte eine vielversprechende Speisekarte. Leider musste ich los, da Mutter gekocht hat.

Fazit: In Ordnung und besser als ich erwartet hatte (trotz der doch recht lauten Autobahn).

Reisegolfer-Rating: 3

Heerhof

Sonntag, 3. März 2013

Immer noch nicht gespielt

Ich glaube, ich habe nun die längste Zeit ohne eine Runde Golf in meiner bisherigen "Karriere". Abgesehen von ein paar Mal auf der Range war ich seit dem 15.09. nicht mehr auf dem Platz. Es passte einfach irgendwie nicht. Entweder war ich anderweitig beschäftigt oder das Wetter war unpassend.

Ich denke aber dauernd an Golf und versuche, auch in diesem Jahr wieder, so an die 30 neue Plätze erobern zu können. Das mit den Gedanke geht so weit, dass ich mir sogar im Skiurlaub einen Platz ansehe, den ich irgendwann mal spielen möchte. Letzte Woche waren wir für eine Woche bei Schladming, dem Ort der Ski WM 2013. Und einen Nachmittag bin ich sogar zum GC Dachstein-Tauern gefahren, um mir mal ein Bild aus der Nähe zu machen. Alles war weiß und die Fahnen waren auch nicht zu sehen. Aber immerhin konnte ich ein paar Fotos schiessen... Und irgendwann spiele ich dort auch mal.



Dienstag, 22. Januar 2013

Die 50 besten Golfplätze in Deutschland

Ende 2010 hatte ich schon mal eine Auswertung über die 50 besten deutschen Golfplätze erstellt, die auf vorhandenen Rankings basierte. Nachdem 2 Jahre vergangen sind und einige Publikationen ein Überprüfung und Anpassung vorgenommen haben, dachte ich mir, es wäre an der Zeit, meine Liste zu überarbeiten. Meine Liste basiert auf der Bewertung von folgenden Veröffentlichungen:

Golf Journal (2010/die können wieder mal ran...)
Golf Magazin (2012)
Top 100 Golf Courses (regelmässig aktualisierte Website aus UK)
Peugeot Golfführer (Globales Ranking)
Rolex Top 1000 (Globales Ranking)

Jede dieser Listen habe ich eine unterschiedliche Gewichtung vergeben. Der einen 80%, der anderen dann nur 5%. Damit wollte ich verarbeiten, dass natürlich alle Bewertungen subjektiv sind. Nur die eine eben mehr als die andere. Am Ende muss sowieso immer der Spieler entscheiden, ob ihm ein Platz gefällt. Das ganze habe ich einer Google Maps Karte dargestellt. Für jeden Platz gibt es eine Info über das Greenfee während der Woche, den Architekten (soweit ich das herausfinden konnte), ob es Ermässigungen für Besitzer der Goldcard (DGV Karte mit Hologramm) gibt und einen Link zur Website.

Wie schon gesagt, sind alle diese Listen subjektiv. Was mir nur auffiel, dass nur die Top 10 in allen, auch den internationalen Bewertungen erwähnt wurden. Die anderen in höchsten 4 der Listen. Auch erwähnenswert war, dass die Hälfte der Clubs in den letzten 2 Jahren ihr Greenfee erhöht haben.

Nun denn, genug geschrieben. Hier ist nun die aktualisierte Karte zur Nutzung (für den ganzen Genuss einfach den blauen Link unter der Karte anklicken).



Die 50 besten Golfplätze Deutschlands auf einer größeren Karte anzeigen

Mittwoch, 9. Januar 2013

Greenfee

Ich bin grade dabei, meine Karte mit den Top 50 Plätzen in Deutschland zu aktualisieren. Dabei aktualisiere ich zusätzlich zum Rang auch die Greenfees. Eines der Kernpunkte ist, ob ein Goldenes (oder anderes) Hologramm auf der DGV Karte Vorteile bringt. Nun finde ich eine Seite mit "Preisen & Gebühren" eines bekannten Golfclubs grob in der Mitte Deutschlands mit diesem Hinweis:

"Unsere Greenfees treffen auf alle Gäste zu, die durch Ihren Mitgliedsbeitrag im Heimatclub mit einem adäquaten Entgelt zum Erhalt einer deutschen Golfanlage beitragen. Andere Gäste können gegen erhöhtes Greenfee bei uns spielen!"

Kann mir jemand erläutern, was das genau heißt?

Montag, 31. Dezember 2012

Happy New Year

Ich hatte es zwar schon vor ein paar Tagen bei meinem Rückblick gewünscht, nun aber noch mal zum richtigen Datum.

Allen Lesern ein gesundes und tolles Jahr 2013.

Und zur Vorbereitung auf schöne Ruden im nächsten Jahr ein paar Anregungen für das nächste Jahr aus meinem Archiv (5x Küste und 5x Inland):












Freitag, 28. Dezember 2012

Ein Blick zurück und ein Neuzugang

2012 war für mich das Jahr, in dem ich bisher in meiner Karriere am wenigsten gespielt habe. Ich war nur 47 mal auf der Runde. Sonst habe ich meist um die 80 mal im Jahr gespielt. Aber irgendwie passte es dieses Jahr nicht. Beruflich stark eingespannt, unpassendes Wetter an Wochenenden und das erste Mal seit Jahren einen Urlaub über 2 Wochen ohne Golf. Dadurch habe ich dieses Mal nur 29 neue Plätze kennenlernen können.

Vielleicht lag es an der geringen Grundgesamtheit oder daran, dass dieses Jahr die Qualität der Plätze nicht so groß war. Auf jeden Fall gibt es dieses Jahr nur einen Neueinsteiger in meine Top 10. Der Neue ist ein großartiger Platz im Südwesten von London, dessen Gelände auch für Aufnahmen für SKYFALL genutzt wurden. Es handelt sich um

Hankley Common


Diesen Platz muss man unbedingt gespielt haben, wenn man sich im Südwesten von London befindet. Die anderen

Da es einen Neuzugang gibt, muss auch dieses Jahr wieder jemand verschwinden. Die Wahl dafür fiel mir wirklich sehr schwer, weil es sich um den bisher einzigen Platz in Deutschland in meinen Top 10 handelt. Leider muss nun Falkenstein raus aus der Liste. Das heißt natürlich nicht, dass er dadurch ein schlechter Platz ist. Ganz im Gegenteil. Er ist immer noch der beste in Deutschland, den ich bisher gespielt habe.

Ansonsten war mein Golfjahr, abgesehen von den erkundeten und gespielten Plätze, eines der besten meiner Karriere. Ich habe zwar nur 9 vorgabewirksame Turniere gespielt, aber 4 davon waren überdurchschnittlich, was das Ergebnis betraf. Dadurch habe ich nun ein Handicap, welches einige Herausforderungen für Turniere in 2013 mit sich bringen wird. Naja. Warten wir mal ab.

Auf jeden Fall wünsche ich allen Lesern einen guten Rutsch und ein tolles Jahr 2013. Vielleicht trifft man sich ja mal auf dem Golfplatz. Wer also Lust auf eine Runde mit mir hat und mir seinen Heimatplatz vorstellen möchte, sendet bitte ein e-mail an den Reisegolfer

Euer Reisegolfer Andreas

P.S.: Alle Premierenplätze 2012 sind in dem Album unten

Reisegolfer 2012

Donnerstag, 20. Dezember 2012

GC Prenden

Prenden ist ein Club im Nordosten von Berlin. Kurz nach der Wende gegründet und 1991 von Torsten Gideon gestaltet, ist er einer der älteren Clubs in den neuen Bundesländern. Der Club hat einen 18 Loch (Prenden Pines) und 9 Loch Platz (Hunter's Nine). Obwohl der Platz eigentlich mitten in der Pampa liegt, ist er trotzdem mit einigen Löchern direkt neben der Autobahn A11. Wahrscheinlich war sonst kein Platz vorhanden.


Grund meines Besuchs war eines der witzigsten Turniere, die ich bisher gespielt habe. Das Royal Benzinger Turnier. Es gab Preise für das beste Outfit, lustige Spiele zwischendurch, alkoholische Rundenverpflegung und eine tolle Party hinterher. Ach ja. Vorgabewirksam war die Runde auch...

Grün Loch 18
Der Platz ist sehr offen und windanfällig, hat einige interessante Löcher und bietet genug Abwechslung. Die Grüns waren etwas langsam, aber damit komme ich ganz gut klar. Am besten gefielen mir die 1, die 9 und die 14. Alles mittellange Par 4, bei denen man auch etwas nachdenken musste vor dem Schlag.

Fazit: Nicht schlecht, nicht besonders. Wer in der Nähe ist, sollte ruhig eine Runde spielen. Wenn man aber über 200 km Anreise hat (und sonst keine Termine in Berlin), sollte man sich vielleicht besser einen anderen Platz um Berlin aussuchen.

Reisegolfer-Rating: 4


Montag, 17. Dezember 2012

London Scottish Golfclub

Golf kam nach England durch schottischen König James VI. Dieser kam nach dem Tod der kinderlosen Elisabeth I auf den Thron in England und wurde dort James I von England. Der gute James kam aus Schottland und brachte zusammen mit seinem Gefolge auch seine Golfschläger mit. Man wohnte im Schloss in Greenwich und hinter dem Haus auf dem Hügel spielte man zum Zeitvertreib etwas Golf. Der Golfsport war in England.


Dies passierte so um 1600.  Die Experten streiten noch, ob es sich um den ältesten Golfclub der Welt handelt, aber auf jeden Fall wurde 1608 der Royal Blackheath Golfclub "initiated". Es dauerte dann knapp 250 Jahre, bis die nächsten Golfclubs in England entstanden. 1864 Royal North Devon und 1865 London Scottish Golfclub. RND hatte ich schon, Royal Blackheath passte nicht, also musste ich den drittältesten Club in England spielen. London Scottish GC.

Abschlag Loch 2
Mitte des 19. Jahrhunderts waren schottische Grenadiere in Wimbledon Common stationiert. Diese langweilten sich anscheinend und die Offiziere ließen einen 7 Loch Platz um die Windmühle von Wimbledon bauen. Dies war die Basis für den London Scottish GC. 1871 erweiterte Tom Dunn dann den Kurs auf 18 Loch. Ungefähr um diese Zeit wurde es auch erstmals Nicht-Militärs gestattet, Mitglied zu werden. Nun denn. Es ging hin und her, die Mitgliederzahl wuchs, man stritt sich und der zivile Teile (der viel höhere Beiträge zahlen mußte) gründetete einen eigenen Club. Den "Royal Wimbledon GC". 1908 zog dieser dann ein paar Meter weiter auf den von Willie Park Jun. (der mit Sunningdale Old) gebauten neuen Platz.

Der Reisegolfer mit "upper red garment" an Loch 17
Übrigens lernte auch Harry Colt Golf spielen auf dem Platz in Wimbledon Common. Problem bei dem Platz auf dem im Park südwestlich der Londoner City war (und ist) übrigens, dass Spaziergänger (und ganz viele Hunde) überall auf dem Kurs Wegerechte haben. Um die Passanten zu warnen, müssen alle Spieler (auch heute noch) ein rotes Oberteil tragen. Zudem teilt sich der Club den Platz noch mit dem Wimbeldon Common GC. Deren Loch Nummer 1 ist das Loch 12 des LSGC. Ich war ganz schön verwirrt, als dort mit einem Male ein Dreier Flight vor mir einstieg und keine Anstalten machten, mich durchzulassen... (mich hatte keiner gewarnt)

More men in red
Warum schreibe ich so viel über die Geschichte des Platzes? Ganz einfach. Der Club hat eine tolle Historie, die Menschen waren sehr nett, aber der Platz an sich war sehr "rudimentär". Teilweise nett angeordnet, aber schlimme Fairways und Grüns. Die Löcher 7 und 13 waren ganz gut, aber der Rest war nicht der Rede wert.

Fazit: Wer Historie mag, keinen Anspruch auf manikürte Plätze hat und für wenig Geld golfen möchte (18 Loch 20 Pfund), sollte hier hin. Wer den super gepflegten, toll designten Platz braucht und bei dem Geld keine Rolle spielt, der soll lieber für 100 Pfund Royal Wimbledon spielen (Maximum Handicap 21).

Reisegolfer-Rating: 2 (wegen Geschichtsbonus)

London Scottish
 

Sonntag, 9. Dezember 2012

Reigate Heath GC

Wie es der Name des Clubs vermuten läßt, handelt es sich hier um einen Heidelandplatz. Entdeckt habe ich den Kurs bei der Suche nach einem 9 Loch Platz südlich von London. Zudem wurde er von Peter Alliss als Little Gem bezeichnet. Das hat mich dazu motiviert, nach meiner Runde in Addington einen Abstecher nach Reigate zu machen.

Blick vom Abschlag Loch 4 (das einzige Par 5 auf dem Platz)
Der Club ist schon 117 Jahre alt und wurde, unter anderem, von einem Mitgleid der Colman Familie gegründet (die mit dem Senf). Interessant war auch, das der Club das Gelände nur unter der Auflage pachten durfte, dass Frauen volles Spiel- und Stimmrecht haben. Das war 1895 nichts normales. Wählen durften Frauen in England erst 1921...

Loch 5
Der Platz ist wirklich ein versteckter Schatz. 9 Löcher pures Heidelandgolf. Durch die "Alternate Tees" spielt man den Platz bei zwei 9-Loch Runden wie einen 18 Loch.  Man hat alles, was man für einen schönen Platz braucht. Erhöhte Abschläge, Heide als Rough, große Grüns und interessante Bahnen, bei denen man auch mal nachdenken muss bei seinen Schlägen. Auf einer 18-Loch spielt sich der Platz als Par 67 mit einem Standard Scratch Score von 68. Der Kurs ist also schwerer, als es die 5600 Yards auf den ersten Blick vermuten lassen. Am schönsten fand ich übrigens die 1/10, die 5/14 und die 9/18.

Grün Loch 18
Nach der Runde habe ich dann noch auf der schönen Clubhausterrasse neben der 250 Jahre alten Windmühle ein Pint zu mir genommen und den großartigen Blick auf die Löcher 1-3 genossen. Kleiner Nachteil des Platzes ist, dass er sich auf öffentlichem Grund befindet und Fussgänger dort Wegerecht haben. Und da das Gelände so hübsch ist, wird dieses Recht auch reichlich genutzt.

Fazit: Süßer, kleiner Platz, den man unbedingt spielen sollte, wenn man sich in der Gegend befindet.

Reisegolfer-Rating: 4

Reigate Heath

Donnerstag, 29. November 2012

The Addington

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg war bezüglich Golf in England eine Zeit des Aufbruchs. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde nicht mehr hauptsächlich auf Linkskursen gespielt, sondern man erstellte auch im Inland immer mehr Plätze. Nachdem diese anfangs sehr einfach waren (teilweise quadratische Grüns und eckige Bunker) entwickelte sich der Golfplatzbau nach dem Erfolg mit Woking (der erste Heidelandkurs) alles recht schnell. Willie Park baute Sunningdale und anschliessend Huntercombe. Der gute Harry Colt begann aktiv zu werden und auch Alistair MacKenzie baute seine ersten Plätze. Alles Designer von Plätzen, die heute als Klassiker gelten.

Blick auf das Grün der 12
Zu dieser Zeit war John Frederick Abercrombie (nicht der mit Fitch...) zur Ausbildung bei Willie Park in Huntercombe tätig. Irgendwann bekam er auch seinen ersten Auftrag und baute Worplesdon. Der Platz hatte ein großartiges Design, fand viele Freunde und gilt heute als Klassiker. Sein zweiter Auftrag war Coombe Hill in der Nähe von Wimbledon. Dort setzte er als erster Golfplatzarchitekt einen Ballon ein, um aus der Vogelperspektive das bestmögliche Routing zu finden. Der Platz fand wieder große Anerkennung und J.F. Abercrombie wollte nun mal was "richtiges" machen. Es entstanden dann ab 1912 zwei 18 Loch Plätze südlich von London in der Nähe von Croydon. The Addington war da. Zu seiner Zeit wurden die beiden Plätze von der Qualität verglichen mit den beiden 18-Loch Plätzen in Sunningdale. J.F. Abercromby war damals Eigentümer des Clubs und "herrschte" bis zu seinem Tod 1935 wie ein "wohlwollender Diktator". Leider musste einer der beiden Kurse in den 30ern nach Abers Tod einer Wohnsiedlung weichen. Schade eigentlich.

Loch 13 vom Tee
Ich kam an einem Montagmorgen zu dem Platz (da ist das Greenfee günstiger). Es war nicht allzu viel los und ein Viererflight an Tee 1 wurde vom Secretary gebeten, mich vorher spielen zu lassen. Fand ich nett. Die ersten 5 Loch waren schön, aber nichts aussergewöhnliches. Spannend wurde es ab Loch 6. Nettes Dogleg nach links, welches von beiden Seiten von Bäumen geschützt wird. Rechts vor dem Grün ist man dann mit einem riesigen Bunker (oben) konfrontiert. Links ist zwar viel Platz, aber das Ding beeindruckt schon... Danach beginnt eine Berg- u. Talrunde. Blinde Abschläge bergauf, tiefe Täler, lange, alte Holzbrücken und überall Heide. Ich habe eine Menge Bälle verloren, aber viel Spass gehabt.

Loch 14. Blick auf London City
Der Höhepunkt kam dann auf den zweiten 9. Diese beginnen übrigens nicht vor dem Clubhaus, sondern am mit weitesten Punkt entfernt. Die schönste Folge an gelungenen, spektakulären Spielbahnen boten die Löcher 12-14. Loch 12 war ein Par5, bei dem man die Landezone schlecht einsehen konnte. Vor allem, wenn man das erste Mal da ist, ist man überrascht, dass es hinter der Landezone steil bergab geht. Vom Rand hat man einen sehr schönen Blick auf den Rest des Fairways and des dann wieder erhöhte Grün (Berg und Tal...). Loch 13 ist für mich eines der schönsten und schwersten Par 3, die ich bisher kennengelernt habe. Schwer zu beschreiben, aber ich versuch es mal. Abschlag ist von einem erhöhten Tee über eine Hecke über ein Tal zum erhähten Grün, welches rechts von Wald geschützt ist. Ach ja. In der Mitte des Tals ist noch ein großer Busch und es gibt wieder ein lange Holzbrücke zum Fairway. Leider kommt das bei dem Foto kaum rüber (oben). Danach kommt dann die 14. Mehr oder weniger gradeaus bergab. Klasse ist aber der Blick vom Tee auf die Londoner City (knapp 10 Meilen entfernt). Die darauffolgende Löcher waren teils auch spektakulär, aber im Vergleich zu vorher nichts spezielles. Nachher nahm ich im Clubhaus noch mein übliches Käsesandwich zu mir und ließ den Platz und meine Runde nochmal an mir vorbeiziehen. Es war ein schöner Vormittag.

Fazit: Interessanter Klassiker. Abwechslungsreich und herausfordernd. Man darf nur kein Problem mit blinden Löchern haben...

Reisegolfer-Rating: 7
The Addington